Die Märchen von Beedle dem Barden

Die erste Erwähnung dieses Buches fand nicht etwa auf der Buchmesse oder in der Presse statt, nein, schon die erste Erwähnung dieses Buches ist recht magisch: Hermine Granger erhält im letzten Band der der Harry Potter Reihe, “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” dieses Buch aus dem Nachlass von Professor Dumbledore. In diesem Buch und seinen Märchen findet sie Hinweise, die entscheidend für das Gelingen von Harry’s Mission, nämlich dem Zerstören von Voldemorts Horkruxen, sind.
Das Buch enthält fünf Märchen
1. Der Zauberer und der hüpfende Topf (im Original: The Wizard and the Hopping Pot)
2. Der Brunnen vom ewigen Reichtum (im Original: The Fountain of Fair Fortune)
3. Des Hexenmeisters haariges Herz (im Original: The Warlock’s Hairy Heart)
4. Babbelhäschen und sein schnatternder Stummelschwanz (im Original: Babbitty Rabbitty and her Cackling Stump)
5. Das Märchen von den drei Brüdern (im Original: The Tale of the Three Brothers)

Nur das letzte Märchen, nämlich “Das Märchen von den drei Brüdern” , wird im Buch “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” nacherzählt. Die vier anderen Geschichten sind in den “Märchen von Beedle, dem Barden” zum ersten Mal zu lesen.
Die gedruckten Ausgaben enthalten auch Rowlings Illustrationen und werden ergänzt durch Kommentare von Professor Albus Dumbledores. Frau Rowling erklärt, diese seien in Dumbledores Nachlass gefunden worden, er kommentiert jedes einzelne der Märchen…

The Tales of Beedle the Bard wird von The Children’s High Level Group (CHLG) publiziert. Diese karitative Organisation wurde von J.K. Rowling und der EU-Abgeordneten Emma Nicholson ins Leben gerufen, um das Leben von Kindern in Not in ganz Europa zu verbessern und ist unter der Charity-Nummer 1112575 registriert.

Alle Nettoerlöse aus dem Verkauf werden für die Kampagne The Children’s Voice der CHLG-Organisation gespendet.

Das Ziel dieser Kampagne ist es, die Rechte und Lebensbedingungen für Kinder in ganz Europa zu verbessern; vor allem in Osteuropa, wo über eine Million Kinder und Jugendliche vielfach unter unzumutbaren Bedingungen in Heimen aufwachsen. Dort fehlt es ihnen neben einer menschenwürdigen Unterbringung und ausreichender Ernährung oft an emotionaler Zuwendung und Nähe.

Die Kampagne Children’s Voice von CHLG unterstützt jährlich circa eine viertel Million Kinder durch Bildungsprojekte, Beratung für Institutionen und eine Telefon- und E-Mail-Hotline, die rund um die Uhr erreichbar ist.

Buchvorstellung: Ken Follet – Die Tore der Welt

Jetzt gibt es sie: “Die Tore der Welt“, der Nachfolgeroman zu “Die Säulen der Erde”. Im Vergleich zu den Zeiträumen, die Ken Follets historische Romane umfassen, sind die 18 Jahre, die seine Fans auf die Fortsetzung des Bestsellers “Die Säulen der Erde” warten mussten, relativ bescheiden.
Hat sich das Warten gelohnt? Meines Erachtens auf jeden Fall!
Wer eine nahtlose Fortsetzung erwartet hat, wird vielleicht ein wenig enttäuscht sein, die Handlung von “Die Tore der Welt” spielt ganze 200 Jahre später. Es gibt zwar immer wieder Rückgriffe auf Inhalte des Vorgängerromans, und auch die Orte dürften dem Leser bekannt sein, spielt der Roman doch wieder im fiktiven englischen Ort Kingsbridge. Die Geschichte an sich ist jedoch eigenständig zu sehen.
Immer wieder kehrt sie sich den Hauptpersonen Merthin und Caris sowie Gwenda zu und begleitet Sie einen Großteil ihres ganzen Lebens von der Kindheit an. Parallel zur Entwicklung der Stadt zeigt Ken Follet die Entwicklung seiner Haupt-Charaktere, durch Höhen und Tiefen des Lebens.

Mit seinen fast 1300 Seiten zählt das Werk mit Sicherheit in die Kategorie “Dicker Wälzer” – Ken Folletts lebhafter Schreibstil macht es einem aber leicht, bei der Sache zu bleiben. Die Einzelnen Erzählstränge treffen sich immer – manchmal aber erst nach einer ganzen Weile so dass man sich an eingen Stellen schon fragt, wie es wohl in der Zwischenzeit den andere Hauptpersonen ergangen ist. Die eine oder andere Länge hätte sich Follet dabei vielleicht ersparen können.
Was die Lebenssituation im Und wieder einmal wird der Leser daran erinnert (und das ist ja in den meisten historischen Romanen so), dass die Gesetze der damaligen Zeit einfach unglaublich waren und wir uns glücklich schätzen können, in der heutigen Zeit zu leben. Nichtsdestotrotz tauche ich immer wieder gerne in die damalige Zeit zurück. Aber eben nur als Besucher.

Die Tore der Welt ist auch als Hörbuch auf 12 CDs erhältlich:

Toxic von Mark T. Sullivan – Ein sehr spannender und lehrreicher Krimi

Detective Sergeant Seamus Moynihan steht vor dem spektakulärsten Fall seiner Karriere. Er hat drei Mordfälle aufzuklären, Männer im besten Alter, die nackt ans Bett gefesselt wurden und am Gift einer
der tödlichsten Schlangen der Welt starben. Was steckt dahinter?
Der Killer hinterlässt jedes Mal eine Botschaft am Tatort. Die Schlange als Instrument der Verführung? Welches Feuer lodert in den Adern des Killers, dass er seine Opfer auf so archaische Weise brutal zu Tode foltert?
Je mehr Moynihan hinter die wahren Beweggründe des Killers blickt, umso gefährlicher wird es auch für ihn selbst.

Ich habe schon viele Bücher gelesen, aber dieses Buch ist eines der spannendsten, die ich kenne. Zusätzlich kann man auch noch viele Sachen über Giftschlangen lernen. Ich dachte immer, die giftigsten Schlangen kommen aus Afrika, aber das stimmt gar nicht. Ich habe diese Sachen überprüft – Es stimmt wirklich.

Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der spannende Bücher liebt.

Drei Jahre … drei Monate

Untertitel: Der Junge zog aus, um in der Fremde Hanna zu suchen.

Von Peter Bühler

An seinem sechzehnten Geburtstag wird Jusuf, der Not gehorchend, von seinen Eltern nach Agadir zu einem Onkel zum Geldverdienen geschickt. Die Begegnung mit der um Jahre älteren Hanna aus der Schweiz verwirrt den Jüngling und wirft ihn aus der Bahn. Der Gedanke Hanna, nach derer unverhofften Abreise, wieder zu finden wird zu seiner Obsession. Die abenteuerliche Reise führt ihn nach Spanien in die Plantage eines Grossgrundbesitzers, wo er nach einer spannenden Flucht in die Hände von Menschenschmuggler in Frankreich landet, um endlich in die Schweiz zu gelangen. Halbtod wird er schliesslich im Schneegestöber des Schweizer Juras aufgefunden. Hanna, längst wieder bei sich zu Hause in Wahlau, erlebt Höhen und Tiefen in dem von Fremdenfeindlichkeit strotzenden Bauerndorf. Als Zugezogene und Frau eines Professors bekommt Hanna dies am eigenen Leib zu spüren. Das Dorf ist in Aufruhr, als bekannt wird, dass die alte Käserei zu einem Asylantenzentrum umgebaut werden soll. Freud und Leid liegen in diesem mit viel Gefühl geschriebenen Roman nahe beisammen. Sehnsucht, Leidenschaft, Liebe und Abenteuer machen es dem Leser leicht, sich in diesen Roman hinein zu fühlen. Das Lesen wird so zu einem spannenden Vergnügen.

Drei Jahre - Drei Monate - Jetzt bei Amazon bestellen!

Das Lächeln der Fortuna

Rebecca Gablé lässt Geschichte lebendig werden in „Das Lächeln der Fortuna“

Wer sich noch mit Grausen an die trockenen Geschichtsstunden aus der Schulzeit erinnert, wird sich wundern, wie mühelos er nach der Lektüre dieses Buches Ereignisse aus dem Englischen Mittelalter memorieren kann:

Im Jahre 1360 wird der junge Robert of Waringham, genannt Robin, zum Vollwaisen. Und nicht nur dass, da sein Vater des Hochverrats beschuldigt wurde, verliert er auch Titel und Ansehen eines Lord of Waringhams. Er reißt aus der ungeliebten Klosterschule, in die er bis dato von seinem Vater geschickt wurde, aus, um auf dem ehemaligen Gut seiner Familie als Stallknecht Geld zu verdienen. Dort macht er schon recht bald die Bekanntschaft Mortimers, des zukünftigen Lord of Waringham, mit dem ihn eine lebenslange Feindschaft verbinden wird. Auch wenn ihm gerade dieser viele Steine in den Weg legt,  gelingt es Robin nicht nur auf dem Gut ein wichtiger und angesehener Mitarbeiter zu werden, sondern er taucht durch einen mutigen und geschickten Schachzug wieder in die Welt des Adels ein und gerät dort unter die Fittiche des Duke of Lancaster, an dessen Seite er teil nimmt an den Schlachten und politischen Intrigen des 100jährigen Krieges.  Auch wenn das Rad der Fortuna Robin auf der Seite des Glücks ganz nach oben hebt nur um ihn gleich darauf wieder weit nach unten fallen zu lassen, ist er tief beseelt von dem Wunsch, sich seinen Titel und damit sein Ansehen wieder zu holen…

Was den Reiz und die unglaubliche Faszination dieses Buches ausmacht, ist die Einbindung wichtiger historischer Persönlichkeiten und Ereignisse in einen Roman, in dem man sich wunderbar mit den Personen identifizieren kann. Dadurch wird einem eine schon lange vergangene Zeit nicht nur zugänglich gemacht, sondern so lebendig erzählt, dass man an der Seite Robins und seiner Freunde direkt am Geschehen teilnimmt. Obwohl das Buch insgesamt fast 1200 Seiten umfasst, liest es sich durchgehend flüssig und zeigt sich sehr kurzweilig. Und man sollte sich auch nicht durch die vielen, oft verwirrend ähnlichen Namen abschrecken lassen: die Autorin hat in ihrem Buch eine Aufstellung der wichtigsten Figuren sowie die Stammbäume der großen Häuser aufgeführt. Außerdem kann ich euch verraten: am Ende blickt man dann doch ganz von selber durch!

Rezension von Saskia Schüler

Sophisticated: Aliens, Fliegenschiss und Mamas BH

Peter Schorowsky “Sophisticated: Aliens, Fliegenschiss und Mamas BH”

Das Erstlingswerk von Peter Schorowsky ist mindestens genauso virtuos geschrieben, wie es der Titel vermuten lässt. Der Star ist in diesem Falle erstmal der Autor und nicht das Buch. Peter Schorowsky war jahrelang schlicht als “PE” bekannt und der Drummer der Metal Band “Böhse Onkelz”. Fernab von jeder Mainstream Attitüde greift der Autor das Prinzip eines Buches auf einfache wie geniale Weise auf. Er erzählt eine Geschichte, die Geschichte seiner Lebenseinstellung und wie er Sie gefunden hat. Da wird kreuz und quer in den literarischen Gattungen gewildert da folgt auf eine Beschreibung ein Gedicht und dann ein Zitat. Chaotisch aber eben Kunst in seiner reinsten Form. Im krassen Gegensatz zu anderen Werken, die sich um geheuchelte Objektivität bemühen bleibt Peter Schorowsky immer schön subjektiv und untermauert seine spirituellen Ansichten mit vielerlei Thesen und Strukturen die er anderen Werken entlehnt hat. Der Autor schafft es, dem Leser über 126 Seiten seine Ideen anzubieten, aber zu keiner Zeit aufzudrängen. Man bekommt als Leser keine stereotype Weltanschauung indoktriniert, sondern man wir auf jeder Seite neu angeregt seine eigenen Wege aus neuen Perspektiven zu betrachten und kreativ zu überdenken. Wer bisher seine eigene kleine Welt nur in Schwarz und Weis aufzuteilen wusste, wird hier einige Denkansätze bekommen die seinen Horizont erweitern dürften. Das Projekt lässt seine Gedanken über die mannigfaltigen Gebiete des Lebens ziehen, von der Religion über die Mathematik hin zur Philosophie. Die Inhaltsunterstreichenden Illustrationen runden das Konzept farbenfroh ab. Das Buch ist im Selbstverlag erschienen und ist bis heute ein echter Geheimtipp geblieben. Die geeignete Lektüre für Menschen, die denken dass sie schon alles gelesen haben.

Urteil: Ein Muss für jeden der mal wieder Literatur im “Guerilla – Stil” lesen möchte. 

Rezension von Sebastian Gruhne

Berliner Orgie

Thomas Brussig: “Berliner Orgie”

In dem Buch “Berliner Orgie” geht Thomas Brussig auf eine naiv anmutende Reise in die Welt der vermeintlichen Lust in und um Berlin. Mit einer
Sichtweise wie sie nur ein intellektueller an den Tag legen kann, beschäftigt sich Brussig mit den Fragen die rund um das Thema der käuflichen Liebe auftreten. Was hat diese mystisch anmutende Welt aus Sein und Schein wirklich zu bieten? Letztlich stellt er fest, dass die Qualität der Dienstleistung nur davon abhängt, wie nah sie an die Illusionen des Konsumenten heranreicht und hierbei wissen die Frauen oft besser wie man diese Illusion erschafft als die Männer selbst. Er beschäftigt sich aber auch schlicht mit der Frage, was Frauen dazu bringt ihren Lebensunterhalt in diesem Gewerbe bestreiten zu wollen. Es ist eine Odyssee durch eine Parallelwelt die ihrem ganz eigenen Takt des Lebens folgt und dabei niemals still steht. Wirklichen Spaß und Lust sucht man meist vergebens, vielmehr geht es um Minutenabrechnungen wie bei einer Telefonrechnung und die Suche nach dem besten Geschäft.
Trotzdem wird der als objektiver Diskurs gedachte Auftrag im Laufe der Zeit zu einem ganz subjektiven Versuch. Wie weit kann man(n) sich dem
Ansprechen der primitivsten Instinkte widersetzten, wenn man es mit Meistern der Verführungskunst zu tun hat? Brussig weiß mit seinen
Sprachvariationen zwischen Goethe und Gosse taumelnd, auf ganzer literarischer Linie zu überzeugen. Tauchen Sie mit ein, in eine
wundervolle Phantasiewelt, die am Ende doch nur nach bitterer Realität schmeckt. Selten hat man soviel Syntax des Lebens auf 205 Seiten zu
lesen bekommen. Das Buch ist im Jahre 2007 im PIPER Verlag erschienen und gehört ganz sicher zum Besten was in diesem Jahr verfasst wurde.

Urteil: Wer das Buch einmal anfängt zu lesen, wird es erst wieder mit dem Schlusswort weglegen und sich dabei unterhalten und informiert
fühlen.

Rezension von Sebastian Gruhne

Birgit Lautenbach, Johann Ebend: Hühnergötter (Hiddensee-Krimi)

Auf Hiddensee sind Einheimische und Urlauber geschockt: die kleine Leonie ist aus ihrem Kinderwagen entführt worden, vom Täter fehlt jede Spur. Wie lange kann das Baby ohne ihre Mutter überleben? Warum findet die Polizei das Kind auf dem Eiland in der Ostsee nicht?

Das Buch ist was Größe (17,6 x 10,4 x 1,2 cm), Preis (8,90 Euro) und Umfang (143 Seiten) angeht die ideale Urlaubslektüre für den Strand. Insel-Charme und -Flair kommen einfach gut rüber, man taucht in die Handlung ein und spürt den Sand zwischen den Zehen. Die Sprache ist recht nüchtern und der Situation angemessen, es ist kein Rührstück, das von Tränen und entführten Babies lebt, die riesige Augen haben. Dennoch schafft es die Sprache den Schmerz und die Wut gerade von Marie, Leonies Mutter, mitfühlen zu lassen. Auf der anderen Seite finden sich dann so schöne, humorige Wörter wie Dösbaddel und Kaventsmänner, die man eben viel zu selten in den Mund nimmt.

Den Charme des Buches machen auch die Wechsel der Erzählperspektive aus, also aus Sicht eines Polizisten, aus Sicht von Marie, und am meisten berührt hat mich die Schilderung aus Sicht des entführten Babys. Erst: ohwei, Schmonzette, und dann war das unheimlich erschreckend. Auch die Parallel Jäger – Gejagte lässt einen mitfiebern. Ebenso wird die Sicht der Täterin lang und breit geschildert, ihre Pläne, wie sie nicht auffallen und wie sie an neue Psychopharmaka kommen will, wie sie das Kind von der Insel schmuggeln könnte. Gruselig!

Etwas unsicher bin ich in der Beurteilung der Figur Marten Buhrow. Ganz anders bei Oliver, dem Vater von Leonie. Ich war richtiggehend erleichtert, dass seine Frau sich überwindet, und diesem untreuen Idioten endlich eine reinhaut. Da waren meine Emotionen ganz klar. Aber wie gesagt Marten Buhrow, da schwanke ich noch, weil ich etwas gestutzt habe. Er ist um die 30 und lebt mit seiner Mutter zusammen. Er gilt als geistig zurückgeblieben, autistisch. Das Buch beginnt mit einem Spaziergang, den er jeden Morgen macht. Dabei findet er ein Baby am Strand. Seine Gefühle und Empfindungen, seine Beobachtungen in dieser Anfangssequenz sind derart komplex, das sie nicht zu einem geistig zurückgebliebenen Jungen passen, eher zu einem hochintelligenten Autisten. Dieser Buchbeginn ist also ein Rückblick und endet damit, dass Marten das Baby mitnimmt und sein Elternhaus betritt. Nun, Zeitsprung ins heute, als Leonie verschwindet, gerät er in den Fokus der Medien und wird dort als Kindsentführer, regelrecht als Monster vorgeführt. Ich muss gestehen, dass ich keinen Zusammenhang erkennen kann, denn das Baby aus der Vergangenheit war offensichtlich ausgesetzt worden und nicht entführt worden. In meinen Augen hat er damals also nichts Unrechtes getan, was ihm heute zur Last gelegt werden könnte.

Inselflair, verschiedene Erzählperspektiven und eine nüchterne Sprache machen den Reiz dieses Buches aus.

Rezension von Kristine Greßhöner 

Robert Pucher: Katerfrühstück (Wien-Krimi)

Das Schöne an den Büchern von Robert Pucher ist, dass er sich an keine Geschmacksgrenzen hält. Kurz zum Inhalt: Schriftsteller Daniel Reichenbach aus Wien gerät mit seiner Lektorin in Streit, kurze Zeit später findet er ihre Leiche zerstochen im Badezimmer seines Hauses. Wie sie dorthin kam? Er weiß es nicht und will sie verschwinden lassen. Davon nichts ahnend nervt Bezirksinspektor Kurt Doppler mit seinem Körpergeruch und begeht eine Vergewaltigung. Seine Vorgesetzte Dr. Simone Reichenbach lässt ihren Frust an ihm aus und den Rohrstab auf ihn niedersausen. Skurrile Figuren und ein verschlungener und dennoch übersichtlicher Plot zeichnen diesen Krimi aus.

Wer also nicht über einen stabilen Magen und ein hartgesottenes Schamgefühl verfügt, dürfte etwas derangiert gucken. „Katerfrühstück“ ist ein provokantes, ein plakatives Buch, das sehr unartig daher kommt, weil wirklich alles überzeichnet ist. Normaler, handelsüblicher Geschlechtsverkehr findet nicht statt, es muss alles extrem und abnorm sein bei Simone Reichenbach. Kurt Doppler kommt derart abgestumpft und ungebildet daher, dass man teilweise die Luft anhält. Man möchte angesichts der machohaften sexistischen Vorstellungen und seinem fast unerschütterlichen Glauben an seine eigene Attraktivität und Anziehungskraft schreien. Auch Daniel Reichenbach, das verkannte Literaturgenie, wie er meint, lebt jenseits der Realität. Und so hässlich, wie sie beschrieben wird, kann seine Frau Maria kaum sein, so hofft man insgeheim.

Glücklicherweise überstrapaziert Pucher den Leser nicht noch mit einer riesigen Zahl an Charakteren. Denn abgesehen von deren Abnormität, die meistens sehr detailverliebt gepflegt wird, gibt es auch noch zwischen (fast) allen eine Verbindung. Vieles geschieht zufällig und zufälligerweise sind alle Figuren irgendwie miteinander verknüpft. Und das nicht ohne Grund, denn jede Figur hat ihre Daseinsberechtigung und jede hat eine Funktion, ohne die die Handlung so nicht geschehen könnte. Und das ist hier wirklich sehr kunstvoll gemeistert geworden, denn am Ende ist alles stimmig.

Meines Erachtens darf man nicht in die Falle tappen und alles zu ernst nehmen. Und das ist mir auch nicht schwer gefallen, weil ich das Buch als eine bitterböse Satire gelesen habe. Die üblichen Elemente Sex, Gewalt, Fremdenfeindlichkeit kommen in den Topf. Etwas sauer aufstoßen musste ich aber bei der Vergewaltigung, die Doppler der Sekretärin antut. Vielleicht sehe ich das zu eng, aber hier hörte für mich der Spaß auf, dies war ein Schlag, der zu weit unter die moralische Gürtellinie gelandet ist. Auch dass Sylvia Engert, das Opfer, Doppler erpresst, also sich selbst zum Täter macht, hat mich nicht ganz mit der Tat versöhnt.

Nach zwei herben, literarischen Niederlagen ist es diesem Titel gelungen, mich mit seinem tiefschwarzen Humor endlich wieder zu belustigen und zu unterhalten, welch ein Glück.

Rezension von Kristine Greßhöner

Aufregung auf Internat Hohenstein

Mein Lieblingsbuch ist Aufregung auf Internat Hohenstein!!!
Weil:Die Spannung in dem Buch ist perfekt! Man hat in dem Buch auch schöne Schlingen die einen gnadenlos mitreißen!
Erst kommt eine Ballett-Tournee durch Frankreich mit einem etwas gruseligem Juwelendiebstahl! Dann kommt noch etwas das Internat soll abgerissen werden! Die Mädchen in dem Buch versuchen das Internat zu retten! Sie schaffen es durch Zufall! Es gibt viele Geheimnisse im Buch die

sich am Ende aufklären! Das Happy End ist schön!Der Autor ist: M.L. Jones! Die Abenteuer sind sehr gut und auch an manchen Stellen gruselig z.b. als der Mädchenflügel in Einsturzgefahr ist und die Mädchen ihn betreten und die Bösewichte belauschen!

Es gibt noch eine Stelle die etwas gruselig ist: Die Mädchen wollen Frau Kempmann besuchen und finden sie später regungslos auf dem Boden!
In dem Buch hat Christina(Tina) einen großen Streit mit Sofie. Die Jungen ärgern die Mädchen in dem Buch auch mit Streichen. Die Figuren in dem Buch heißen:
Christina ihr Spitzname Tina, Betty, Poppy, Sofie, Abigail, Emilia, Frau Kempmann, Frau Weber, Madame Larette, Herr Pfeifer, Ole, Tom, Matthias, Frau Schäfer …!
Internat Hohenstein ist ein Internat. Christina und ihre Freundinnen lieben es zu tanzen und auf dem Internat können sie es sich auch leisten!
Auf der Ballett-Tournee hat Christina Gebursttag!Sie kauft sich einen Teddybären dessen Augen sind aus Juwelen das weis sie aber nicht!
So kommt es zu dem Juwelendiebstahl! Frau Kempmann geht es am Ende wieder besser!

Rezension von Tina, 11 Jahre